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21.03.2011 13:02

Ein langer Reisigwall für Schlingnatter und Zauneidechse

Von: Projektbüro Mittlere Elbe

Lüchow-Dannenberg - In einem abgelegenen Teil der Nemitzer Heide wurde ein langer Reisigwall auf einer von Kiefern freigestellten Fläche im Winter 2010/2011 angelegt. Diese Artenschutzmaßnahme wurde in Kooperation mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, dem Naturpark Elbhöhen-Wendland und der Forstbetriebsgemeinschaft Ostheide von der Karl Kaus Stiftung durchgeführt und soll speziell der Schlingnatter sowie der Zauneidechse helfen.

Schlingnatter in der Nemitzer Heide (c) Jan Filoda

Beide Reptilienarten kommen in der Nemitzer Heide zwar vor, doch bieten die von Kiefern freigestellten und daher noch strukturarmen Übergangsflächen sowie die maschinell gepflegten oder scharf beweideten Heidebereiche keine optimalen Lebensräume. In dem aus Holzschnittgut angelegten circa 150 m langen Wall, der bewusst strukturreich und kurvig angelegt wurde, finden beide Arten sowohl Sonnenplätze als auch Deckung und Fluchtmöglichkeiten. Der Wall verbindet einen Waldrand sowohl mit älteren Heidebeständen als auch mit Sandflächen. Dies kommt insbesondere der Schlingnatter zugute, die sich gern entlang linienhafter Strukturen bewegt. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass dieser Sonderlebensraum auch von Insekten, Vögeln und Kleinsäugern angenommen wird.