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11.07.2019 11:03

Neues Winterquartier für Fledermäuse

Von: Heide Filoda und Dr. Petra Dittberner

Die Karl Kaus Stiftung hat ein neues Fledermauswinterquartier im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Fledermauswinterquartiere“ am 28. Juni 2019 im ehemaligen Wasserhochbehälter in Hitzacker eingeweiht. Der Wasserverband Dannenberg-Hitzacker hat das Gebäude zur Verfügung gestellt.

Großes Mausohr im Winterquartier (c) H. Kunze

Großes Mausohr im Winterquartier

„Einst versorgte der alte Wasserhochbehälter die Bürger der Stadt Hitzacker mit Wasser. Jetzt dient es den Fledermäusen als Winterquartier“, erklärte Dr. Petra Dittberner von der Karl Kaus Stiftung, die das Projekt wissenschaftlich begleitet und zusammen mit der Projektkoordinatorin Heide Filoda den Gästen die Baumaßnahmen vorstellte. Unter anderem wurden zahlreiche unterschiedliche „Fledermausbetten“, sowie eine Holztreppe eingebaut.


Fledermäuse gelten in Niedersachsen als die am stärksten gefährdeten Säugetiere. Neben der Sicherung von Wochenstuben spielen Winterquartiere eine wichtige Rolle im Fledermausschutz. In Lüchow-Dannenberg überwintern Fledermäuse in alten teilweise verfallenen und verzweigten Bunkern, ehemaligen Eiskellern, Kellern oder Pumpenhäusern. Im Winter 2016/2017 wurden über 1.000 Tiere in bislang 19 Quartieren gezählt. Und ihre Bestände nehmen mit zunehmendem Alter der Quartiere zu.

Unter den erfassten Fledermaus-Arten sind die stark bedrohten Bechsteinfledermäuse, Große Mausohren und Mopsfledermäuse besonders hervorzuheben. Neue Quartiere werden von Fledermäusen überraschend schnell angenommen.

In den kommenden zwei Jahren soll im Stiftungsprojekt der Einsatz von Lichtschranken und Batcorder Aufschluss über Anzahl, Arten und Fluktuation der Fledermäuse – auch in dem neuen Quartier – geben.