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30.04.2019 10:15

Projektstart: Winterquartiere für Fledermäuse

Von: Heide Filoda und Dr. Petra Dittberner

EU-Förderprojekt der Karl Kaus Stiftung und des BUND verbessert bestehende Winterquartiere, schafft neue und forscht zur Winterökologie.

Überwinternde Fransenfedermäuse in sogenannten Fledermausbetten. Foto: Henning Kunze

Überwinternde Fransenfedermäuse in sogenannten Fledermausbetten. Foto: Henning Kunze

Der ehemalige Wasserhochbehälter in Hitzacker wurde zum Winterquartier für Fledermäuse umgebaut. Foto: Petra Dittberne

Der ehemalige Wasserhochbehälter in Hitzacker wurde zum Winterquartier für Fledermäuse umgebaut. Foto: Petra Dittberner

Fledermäuse gelten in Niedersachsen als die am stärksten gefährdeten Säugetiere. Neben der Sicherung von Wochenstuben spielen Winterquartiere eine wichtige Rolle im Fledermausschutz. Auch in Lüchow-Dannenberg überwintern Fledermäuse in Bunkern, Eiskellern, Kellern oder Pumpenhäusern.


Seit Herbst 2018 ist die Karl Kaus Stiftung in Zusammenarbeit mit der hiesigen BUND-Kreisgruppe Träger eines EU-geförderten Projekts mit den Schwerpunkten bauliche Optimierung bestehender Fledermauskeller und Bau von neuen Winterquartieren. Begleitende wissenschaftliche Untersuchungen mit modernster Technik (Batcorder und Batcounter) sollen wichtige Hinweise auf Anzahl, Arten und Ansprüche der überwinternden Fledermäuse liefern. Die Untersuchungen werden von dem Fledermausexperten Frank Manthey und Dr. Petra Dittberner geleistet. Die Koordination des Projekts liegt in den Händen der Karl Kaus Stiftung.   

Im März wurde das erste neue Winterquartier in dem alten Wasserhochbehälter Hitzacker, der vom Wasserverband Dannenberg-Hitzacker zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wurde, fertiggestellt. Baumaßnahmen an bestehenden Quartieren werden im Sommer 2019 durchgeführt, so dass die Fledermäuse bereits im kommenden Winter wieder in die renovierten Keller einziehen können.   

Das Projekt hat einen finanziellen Rahmen von rund 135.000 Euro. 80% werden von der EU und dem Land Niedersachsen übernommen.  Durch die Ko-Finanzierung in Höhe von 12.000 Euro durch die Deutsche Postcode Lotterie konnte die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesichert werden. Weitere finanzielle Unterstützung kommt von der Heinz-Sielmann-Stiftung, dem Landkreis und der BUND-Kreisgruppe Lüchow-Dannenberg.