Home

Hinter den bekannten idyllischen Bildern von der grünen Insel Irlands verbirgt sich leider auch eine andere Facette.

Das Land ist weltweit führend in der Zucht und im Export von Greyhounds („Windhunden“). Die irische Greyhoundindustrie produziert mit staatlichen Fördergeldern jährlich circa 25.000 Windhunde zu willfährigen Werkzeugen des Renn- und Wettgeschäfts. Doch jeder Greyhound, so er es überhaupt bis zum Einsatz bei einem Rennen schafft und nicht vorher „aussortiert“ wird, wird früher oder später zum verachteten „Loser“ - zum nutzlos gewordenen Verlierer, der wie ein Objekt entsorgt wird.

Man entledigt sich der Hunde zum Beispiel in Tötungsanstalten, den Dog-pounds, wo sie bereits nach rund 24 Stunden und ohne Chance auf Auslösung getötet werden.
Ein anderes Schicksal sind die Labors der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft, wo sie begehrte Versuchsobjekte sind aufgrund ihres großen Herz-Lungensystems und ihres demütig duldsamen Wesens.
Ein Großteil der Loser wird an das internationale Renngeschehen verkauft, wo sie dann oft bis zum völligen Zusammenbruch auf der Rennbahn verschlissen werden. Doch bereits der lange Transport in viel zu engen Boxen und bei teils großer Hitze, wenn es in wärmere Länder geht, ist eine lebensgefährliche Qual.
Im „günstigsten“ Fall wird ein Greyhound in Irland einfach ausgesetzt, teils jedoch bereits schwer misshandelt.

 

Zuflucht für Greyhounds bietet seit 1998 die Station „Avalon“ im County Galway. Sie war die erste Greyhound-Rettungsstation in Irland und wird vom Verein Pro Animale für Tiere in Not e. V. betrieben. Die Station hat sich unter Aufbietung enormer Kräfte und mit großer Kompetenz und Einfühlungsvermögen zum Ziel gesetzt, die Hunde körperlich und seelisch wieder aufzupäppeln und an Tierfreunde zu vermitteln. Das gutmütige Wesen der Greyhounds lässt sie trotz des Martyriums erstaunlicherweise sehr viel verzeihen. Sie sind entgegen vieler Vorurteile zärtliche Familienhunde, und so finden die Hunde mit der Vermittlung nicht nur endlich ein würdiges Leben, sondern es wird in der Station zugleich auch wieder Platz frei für die ständig neu eintreffenden Notfälle.


Die Karl Kaus Stiftung unterstützte Avalon bereits seit seinem Bestehen 1998 bis zum Jahr 2009.